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Pressebericht VilBelMonte -„Blech – 10“ Von Renaissance bis Filmmusik

25.05.2017
Dass beim Ensemble Blech – 10 der Spaß an der gemeinsamen Musik neben dem künstlerischen Anspruch eine große Rolle spielt, konnte das Publikum am vergangenen Sonntag während des ganzen Konzerts selbst erleben.
Dazu trug sicher auch bei, dass die professionellen Bläser schon so lange zusammen spielen. Wie sagte der Posaunist Peter Schwaninger so schön : „Aus Gesprächen über Studienfächer sind inzwischen Gespräche über Gleitsichtbrillen geworden.“
 
Unterhaltsam und witzig durch das Programm geführt, durfte das Publikum sich über viele klanggewaltige und teils selbst arrangierte Werke freuen.

 

Feierlicher Auftakt war die “Olympic Fanfare“ von John Williams. Danach ging es weiter mit etwas leiseren Tönen bei Giovanni Gabrielis Sonata Pian´e forte. Dieses doppelchörige Werk ist eines der ersten im Druck erschienenen Musikstücke, das mit dynamischen Vorschriften komponiert wurde.

 

An Heinrich VIII. erinnert man sich heute hauptsächlich als einen, der sich immer wieder seiner Ehefrauen entledigte. Als junger Mann schrieb Heinrich zahlreiche Lieder, darunter das bekannteste „Pastime with good Company“. Dies bedeutet sinngemäß „Zeitvertreib in guter Gesellschaft“, was den musikalischen Abend sehr gut beschrieb.
 
Nach Jan van der Roost´s „Arsenal“, folgten zwei Originalkompositionen von Enrique Crespo. Zunächst erklang die „Ballad for two wings“ für 2 Flügelhörner – „wings“ = Flügel, was für ein Wortspiel! Danach folgte nicht weniger mitreißend „Alma Llanera“, ein venezulanischer Tanz.
 
Den Abschluss vor der Pause bildete der weltbekannte Hit von Freddy Mercury, „Bohemian Rhapsody“, in einem eigenen Arrangement für Bläserensemble.
 
Während der Förderkreis Kirchenmusik die Pause mit dem Verkauf von Brezeln und Getränken belebte, lud der Eine-Welt-Stand zu ausgiebigem Stöbern und dem Kauf von fair gehandelten Spezialitäten sowie handgearbeiteten Waren ein.
 
Zu Beginn des zweiten Teils erlebte das begeisterte Publikum die James Bond Trilogy von John Barry. Danach folgte weitere Filmmusik von „Indiana Jones“, über eine Winnetou-Trilogie - „Old Shatterhand“, „Geier im Tal“ und „Grand Canyon“ – bis hin zu John Williams „Hymn to the Fallen“ aus „Der Soldat James Ryan“.
 
Dazwischen war die wundervolle Ballade „Scarborough Fair“ zu hören, die durch Simon und Garfunkel weltbekannt geworden ist.
 
Zum Abschluss spielte das Ensemble dann Louis Prima´s „Sing, Sing, Sing“, ein Ausflug in die Welt des Jazz.
 
Das Publikum dankte dem Ensemble mit großem Applaus für einen anspruchsvollen und wunderbaren Konzertabend. Blech – 10 revangierte sich für die Begeisterung mit zwei Zugaben. Ruhiger Ausklang des Konzertes war schließlich das „Abendlied“ aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“.
 
Kirstin Zeller/
Christine und Lutz Neumann