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Der Herbst - in Gedichten, im Gottesdienst, in eigenen Stimmungen.

19.10.2017 um 19:30 Uhr

Wieder zurück in der Heilig-Geist-Gemeinde

Nach meiner Studienzeit freue ich mich, wieder bei Ihnen und in unserer Gemeinde zu
sein. Ganz herzlich danke ich allen, die das „Schiff Gemeinde“ in diesen Monaten
gesteuert haben, insbesondere dem Kirchenvorstand um Anke Grau.
Im Unterschied zu meinem Arbeitsalltag, in dem ich mich selten zusammenhängend mit
einem einzigen Thema befassen kann, hatte ich in den Monaten mehr Zeit und Ruhe. Ich
habe das Kirchenjahr und die Themen von Gottesdiensten im Verhältnis zu den
Jahreszeiten untersucht. Sonntage sehe ich nun in größere Zusammenhängen eingebettet: Die Passionszeit ist der Weg über Karfreitag zu Ostern hin, bis Pfingsten feiern wir die österliche Freude der Auferstehung Christi. Von Pfingsten bis Erntedank bedenken wir die Fülle des Lebens, im
Oktober und November rücken die wachsende Dunkelheit und das Gedenken der
Verstorbenen in den Vordergrund. Der Advent bereitet uns auf Weihnachten vor, der
Heilige Abend ist das heute von den meisten Menschen gefeierte Fest in der Gemeinde,
und es klingt bis Epiphanias (Heilige Drei Könige) nach.
Diese vier Abschnitte des Kirchenjahres stimmen weitgehend mit den vier Jahreszeiten
überein, es gibt aber auch Unterschiede: die traurige Passionszeit passt nicht zum
Frühling mit seiner positiven Aufbruchsstimmung, aber die Perspektive des Osterfestes
färbt auch die Zeit vor Ostern hoffnungsvoll, lässt uns das Leid Christi vielleicht besser
ertragen, ohne depressiv zu werden. 
Die Zeit des Sommers lädt ein, fröhliche Gottesdienste zu feiern – mit einer großen
Offenheit an Themen und Bibeltexten. Dabei kommt auch die Ambivalenz des Lebens
zum Tragen: so wie die Ernte durch Unwetter bedroht ist, so fragil ist auch unser Leben.
Der Herbst ist eine Übergangszeit, die Tage werden dunkler und kälter – passend zur
düsteren Gestimmtheit der Sonntage besonders im November. Im Advent setzt der Adventskranz eine Gegenbewegung auf dem Weg in die dunkelsten
Tage des Jahres – ab Weihnachten nimmt das Licht wieder zu: In Christus wird das Licht
der Welt neu geboren.Über diese Gedanken konnte ich in den drei Monaten einmal in Ruhe nachsinnen, beimSpazierengehen, am Schreibtisch, beim Schreiben von Gebeten in Wald und Feld, bei
der Lektüre von guten Büchern, die bislang ungelesen in meinem Regal standen. 
Wo Ihnen die Ergebnisse begegnen werden? In Gottesdiensten, besonders in Gebeten.
Bemerkungen wie: „Ach schade, die Tage werden schon wieder kürzer“, die mir bei den
persönlichen Begrüßungen vor dem Gottesdienst oft gesagt werden, möchte ich
aufgreifen, denn sie sind meist sogar eine kollektive Gestimmtheit, die den jeweiligen
berührt. 

Darüber hinaus möchte ich einladen zu Abenden, in denen ich mit Ihnen gemeinsam
darüber nachsinnen und ins Gespräch kommen möchte, was die Jahreszeiten für Sie, für
mich, für uns bedeuten. So lade ich heute ein zum ersten dieser Abende: 

 

Der Herbst - in Gedichten, im Gottesdienst, in eigenen Stimmungen.
Ein Abend am Donnerstag, 19.10.2017, um 19.30 Uhr im Gemeindehaus.


Pfarrerin Dr. Irene Dannemann

 
 

Veranstalter

Ev. Heilig-Geist-Gemeinde

Am Kreuz 2
61118 Bad Vilbel OT Heilsberg

Telefon 06101 86130 Gemeindebüro

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www.heilig-geist-badvilbel.de
www.hggbv.de
heilig-geist-badvilbel.mein-intra.net