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Brot

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Brot, seit mehr als 10.000 Jahren hergestellt, ist ein Sinnträger besonderer Güte. In der Bibel gibt es eine Vielzahl von Geschichten und Sprüchen, die sich mit dem Brot befassen. „Ich bin das Brot des Lebens“, sagt der Christus, und wir feiern seine Gegenwart mit Brot (und Wein) im Abendmahl. Das bevorstehende Erntedankfest – Dank für die Früchte des Feldes und der menschlichen Mühe – findet seinen Fluchtpunkt im Brot.

Wir bitten mit der weltweiten Christenheit: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ – und es kommt uns kein bisschen albern vor angesichts des Überangebots an Nahrungsmitteln hierzulande. Wir wissen, wie fragil die Versorgung einer so großen Menschheit ist. Den Jungen sind wir es schuldig, auf die schier unglaubliche Glückslage hinzuweisen, dass wir im Nahrungsüberfluss leben. Die Vaterunser-Bitte ist also immer auch eine Ermahnung, unser Auskommen nicht als selbstverständlich zu nehmen.

Die Bitte verdient indes noch genauere Betrachtung. Im griechischen Text taucht ein Wort auf, das sich weder in der Bibel noch in der sonstigen griechischen Literatur ein weiteres Mal findet: „epiousion“. Was bedeutet es – bzw. was könnte es bedeuten? Wenn man das besondere Wort in seine Bestandteile zerlegt –– ergibt es den Sinn, salopp formuliert: überweltlich, überwesentlich, jenseitig. Also – dann meint die 4. Vaterunser-Bitte: „Unser überwesentliches = göttliches Brot – das wir morgen benötigen – gib uns heute.“

Jesus geht ja – z.B. im Matthäusevangelium – auf Distanz zum Brot als physischem Nahrungsmittel: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein…” (Mt 4,4). Oder: Jesus als das lebendige Brot – Johannesevangelium, Kapitel 6. Schon in der hebräischen Bibel findet sich ein Hinweis: Das Volk Israel erhält auf seinem Durchzug durch die Wüste – 2. Mose 16 – Brot vom Himmel, „Manna“, das „zeitempfindlich“ ist (E. Nordhofen, Corpora, Verlag Herder, 2018); man kann es nicht einsammeln und horten, obzwar es etliche vergeblich versuchen, vielmehr braucht man es täglich neu und frisch.

Um solches Brot der Gottesgegenwart zu bitten, gibt dem Vaterunser einen noch tieferen Sinn. Es geht um Gottesnähe, derer wir zutiefst – im Leben, in Not, Krankheit und Tod – bedürftig sind. Jeden Tag neu. Dass wir allerdings angesichts der Urangst vor Hunger, vor Brotknappheit im Vaterunser auch weiter an das physische Brot denken, in Verbundenheit mit der weltweiten Christenheit und letztlich allen Menschen, sei uns ebenfalls gestattet.

 

Für das Redaktionsteam Hans-Georg Berg

 


 

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