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27.05.2020

 

200531Pfingstandacht

 

Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht;
denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem,

was du tun wirst.

 

Mit diesem Wort aus dem Buch Josua grüße ich Sie alle ganz herzlich. Wieder hat eine neue Woche begonnen, in der uns die Corona Pandemie beeinflusst und wir in einer Balance aus notwendigen Einschränkungen und gebotenen Lockerungen unsere Zeit verbringen.


Nachdem die Möglichkeit besteht wieder Gottesdienste feiern zu können, bereiten wir uns als Heilig-Geist-Gemeinde darauf vor und erarbeiten ein Schutzkonzept zwischen möglicher Nähe und gebotener Distanz. Die Maßnahmen, die wir treffen, sollen alle, die die Gottesdienste feiern, schützen. Auch wenn manches ungewohnt und vielleicht auch irritierend sein wird, dürfen wir doch darauf vertrauen, dass Gottes Wort wirkt und Menschen stärkt. Als Kirchengemeinden im Bad Vilbeler Raum wollen wir gemeinsam mit Gottesdiensten starten, aus diesem Grund können wir noch nicht genau sagen, wann der erste Gottesdienst bei uns gefeiert wird. Bis dahin haben Sie die Möglichkeit die Predigten als mp-3 Dateien auf unserer Homepage zu hören oder eine Andacht, in Form eines „Gespräches im Garten“ anzuschauen. Unter dem Motto „Gottes Wort on Leine“ finden Sie nach wie vor Gebete, Texte, Predigten an einer Leine am Gemeindehaus hängen zum Mitnehmen, Lesen und Weitergeben.


Unser Gemeindebüro bleibt weiterhin bis auf weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Bitte setzen Sie sich stattdessen telefonisch (06101 / 86130) oder per Mail ( ) mit dem Gemeindebüro in Verbindung.


Als Ihr Pfarrer und als Heilsberger Mitbürger bin ich natürlich für Sie erreichbar. Mit Ihren Anliegen, Fragen und Sorgen können Sie sich gerne an mich wenden. Unter der Telefonnummer 407196 oder per Mail ( ) bin ich für Sie da; außerdem freue ich mich über jedes Gespräch über den Gartenzaun oder auf der Straße.


Unsere Glocken rufen weiterhin zu Andacht, Gebet und geschwisterlichem Miteinander und Verbundenheit. Gerade in einer Krisensituation, wie der derzeitigen, sind Fürbitte und Gebet wichtige Zeichen der Verbindung untereinander und zu Gott. Abends von 19.30 Uhr bis 19.40 Uhr werden auch weiterhin die Glocken der Heilig-Geist-Kirche läuten und uns einladen gemeinsam ein Vater unser zu beten. Es ist schön zu erfahren, wie viele dazu als Zeichen der Verbundenheit eine Kerze anzünden und ins Fenster stellen.


Über unsere Aktion „Heilsberg hilft“ helfen wie Ihnen und unterstützen Sie gerne. Bitte scheuen Sie sich nicht sich bei uns zu melden.


Bleiben Sie alle gut behütet.


In herzlicher Verbundenheit
 

 

Ihr
 

 

Jürgen Seng, Pfarrer

 

 

 

Hier können Sie aktuelle Predigten als mp3 Dateien anhören:

 

 

--> Predigt vom 24. Mai 2020 als Podcast (MP3):

Predigt24Mai2020  <--- Hier klicken

 

 

 

Hier die erste Videopredigt vom 26. April 2020 zum Download.

Youtube-Link:

---> Videopredigt vom 26. April 2020 <--- Hier klicken

 

 

--> Predigt vom 17. Mai 2020 als Podcast (MP3):

Predigt17Mai2020   <--- Hier klicken

 

--> Predigt vom 10. Mai 2020 als Podcast (MP3):

Predigt10Mai2020   <--- Hier klicken

 

--> Predigt vom 3. Mai 2020 als Podcast (MP3):

Predigt03Mai2020 <--- Hier klicken

 

 

 

 

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---> Newsletteranmeldung <---

 

 

 

 

Kerze

 

 

 

 

 

Herzlich willkommen!

 

Schön, dass Sie unsere Homepage besuchen!

 

willkommen

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ein bemerkenswertes Grabmal. Die Figur einer jungen Frau, engelgleich, mit hinreißend schönem Antlitz, das der Schleier nur erahnen lässt. Obwohl ganz aus Marmor, wirkt die Skulptur, als wäre ihr der Schleier nachträglich übergeworfen worden. Man staunt, dass der Künstler den harten Stein so kunstvoll bearbeiten konnte. Ein Wiener Bürger, sicher wohlhabend, 1986 gestorben, ließ sich dieses außerordentliche Grabmal gestalten. Es steht auf dem Wiener Zentralfriedhof – inmitten vieler staunenswerter Beispiele der Sepulkralkunst.

Was den Wiener (oder seine Hinterbliebenen) bewog, eine solche Skulptur in Auftrag zu geben, ist mir unbekannt. Über seine Bedeutung kann man nur rätseln. Auf jeden Fall erinnert sie mich an eine berühmte Plastik in Neapel: „Cristo velato“ von Giuseppe Sanmartino (1753) in der Cappella San Severo, sie zeigt den toten Jesus auf einem Bett unter einem Schleier liegend. Auch hier wirkt Jesus auf geheimnisvolle Weise lebendig, so als wäre er in einer Sphäre neuen Lebens, die uns der Tod nur verschleiert.

Wir feiern wieder Karfreitag und Ostern – Tod und Auferstehung Jesu als Vorzeichen, dass mit unserem Tod, der uns gewiss ist, so wenig wir es wahrhaben können, nicht alles aus und vorbei sei. Sondern dass uns Gott – ja, was eigentlich – auferwecke, in seine Ewigkeit aufnehme, uns ruhen lasse, vor Gericht stelle, wie es Glaubensbekenntnis heißt, aus dem uns nur Gnade retten kann.

Wir wissen nichts. Die alten Texte in Bibel und Glaubensbekenntnissen sprechen wir noch mit – mehr oder minder – Ehrfurcht. Aber unsere Vorstellungen dazu sind verschwommen; in unseren aufgeklärten Zeiten trauen wir den Aussagen und Bildern oft nicht mehr – und möchten es doch so gern.

Wir alle sind dankbar für die Errungenschaften modernen Lebens – die sichere Versorgung, die angenehmen Wohnverhältnisse, die ärztliche Kunst, die Abwesenheit von Krieg – jedenfalls in unserem Land – die vielen kulturellen Angebote usw. Unser Leben ist reich, keiner Generation vor uns war so viel Glück und Wohlstand vergönnt. Trotzdem – Krankheit und Tod lauern, jederzeit können sie zuschlagen. Das Wohlleben schützt uns nicht – endgültig. Das Ende ist gewiss.

Deshalb brauchen wir Glaube und Hoffnung. Deshalb erhalten wir in uns die Sehnsucht, hinter den Schleier zu sehen und das Antlitz Gottes zu erblicken. Und hoffen in jedem noch so kurzen Gebet, dass wir für einen Augenblick wenigstens Ostern nicht nur zelebrieren, sondern als Offenbarung des Ewigen erfahren.

 

Ihr Hans Georg Berg

 

 

Auf einen Blick!

Vorschaubild der Meldung: Vorstellung Pfarrer Jürgen Seng

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