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Gemeindechor

 

Der Gemeindechor singt vor allem kirchliche Lieder aus allen Epochen.

 

Darüber hinaus hat der Chor in der Vergangenheit bei verschiedenen Projekten mitgewirkt,

zum Beispiel in der VilBelMonte-Reihe (Filmmusik) oder beim offenen Weihnachtssingen mit Advents- und Weihnachtsliedern, die nicht jeder kennt.

 

Gelegentlich erfolgen Auftritte mit Orchester- oder Ensemblebegleitung oder gemeinsam mit unserem Posaunenchor.

 

Der Gemeindechor probt jeweils am Mittwoch von 20:00 - 21:30 Uhr im Gemeindehaus.

Wegen der Coronapandemie können die Probentermine abweichen oder finden in der Kirche statt.

 

Begeisterte Sänger und Sängerinnen sind jederzeit herzlich Willkommen.

 

 

 

Leitung: Frau Karin Baumann


 

Gemeindechor der HGGBV 2022

 

Der Gemeinde-Chor in Corona-Zeiten

(Text aus dem Gemeindegruß Herbst 2022)

 

Wer selbst einmal in einem Chor gesungen hat, weiß wie gut man sich nach einer Chorprobe fühlt - unabhängig davon, wie schlecht gelaunt man vor der Probe noch war. Doch Singen bedeutet tiefes Ein- und Ausatmen, währenddessen man nahe beieinander steht. In der Pandemie Aerosole verbreiten? Ausgeschlossen! Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie war Singen im Chor plötzlich unmöglich. Unser Gemeindechor - ebenso wie viele andere Chöre auch - war in den ersten Wochen der Pandemie zu Nichtstun verurteilt.

 

Gar nicht singen war aber auch kein Zustand. Nach einigen Wochen quälender Abstinenz fingen wir an, online zu proben. Wer kein schnelles Internet hatte oder keinen geeigneten Computer, konnte sich zum Glück per Telefon dazuschalten. Endlich wieder proben! Allerdings erlaubte die Technik nur eine Einbahnstraßen-Übertragung: Karins Gesang und Klavierspiel konnte zu uns in die Wohnzimmer, Dachböden oder Kellerräume übertragen werden; unsere Stimmen aber blieben für andere unhörbar - hätten wir alle unsere Mikrofone eingeschaltet gelassen, wäre durch die Verzögerung in der Übertrag (die Latenz…man lernt ja viele neue Wörter in so einer Pandemie) nur noch ein akustischer Brei zu hören gewesen. Gefühlt wurden aus uns Chorsängern dadurch plötzlich Solosänger. Das war sehr ungewohnt - für uns selbst wie auch für alle anderen Menschen im Haus der Chorsänger*innen.

 

Es fehlte das Gemeinschaftsgefühl - aber immerhin rosteten unsere Stimmen nicht vollends ein. Als die Witterung im Sommer gemeinsame Proben im Freien ermöglichte, sind wir sofort dazu übergegangen. Wir saßen mit sehr großem Abstand auf Stühlen und Hockern auf dem Kirchplatz. Die Akustik unter freiem Himmel und mit so viel Abstand zueinander war ungewohnt und alles andere als optimal, trotzdem genossen wir es einander endlich wieder zu sehen und zu hören. Tatkräftige Unterstützung gab es des öfteren durch eine Amsel oder in Form von Applaus der Nachbarn, die dem Spektakel erstaunt aus ihren Fenstern folgten.

 

Leider wurde es im Herbst dann zu kalt und zu früh dunkel. Erneut ging es zurück in die Welt der Onlineproben. Dank der Impffortschritte konnten wir aber immerhin hybrid proben. Einige Sänger*innen probten mit Karin (und Abstand zueinander) im Gemeindehaus. Alle anderen konnten sich die Probe aus dem Gemeindehaus per Videokonferenz nach Hause holen und vor dem heimischen Rechner mitmachen. So entstand wenigstens ein bisschen Chorklang für alle, auch wenn die Nachbarn der Onlineteilnehmer weiterhin nur Sologesang vernahmen. Auflage für das gemeinsame Proben vor Ort war unter anderem eine große Lüftungspause. Von der profitierten auch die Onlineteilnehmer: das war die Zeit für nettes Plaudern, eine höchst willkommene Abwechslung im kontaktarmen Pandemiealltag. (Hätten wir sonst erfahren, dass ein Chorsänger in seiner Jugend mal in einer Art Überlebenstraining mit ein paar anderen Pfadfindern ohne Verpflegung auf einer einsamen Insel „ausgesetzt“ wurde?)

 

Frustrierend allerdings blieb, dass wir keine Auftritte hatten. Singen im Gottesdienst war als Chor weiterhin unmöglich. Welch eine Freude, dass sich das an Karfreitag endlich änderte! Unser erster Auftritt! Nach zwei Jahren! Natürlich waren wir sehr vorsichtig und saßen mit größerem Abstand zueinander und von der Gemeinde weit entfernt auf der Empore, aber wir haben im Gottesdienst gesungen! Danach haben wir noch auf der Diamantenen Hochzeit von Inge und Hanfried Lenz, sowie im Gottesdienst zum Gemeindefest gesungen. Der Höhepunkt war unser Konzert im Mai. Ein richtiges Konzert. Das hatten wir schon so lange nicht mehr. Das Gruppenfoto entstand am Konzerttag und ich finde, man sieht uns die Freude förmlich an.

Unsere nächsten geplanten „Einsätze“ sind der Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag und die sonst übliche Adventsmusik…sofern das die Coronalage zulässt.

 

Wer Lust hat, mit uns im Gemeindechor zu singen, ist herzlich willkommen. Dazu einfach bei Karin Baumann melden (06101-127916) oder direkt an einem Mittwoch um 20 Uhr ins Gemeindehaus bzw. die Kirche kommen und mitsingen. Wir freuen uns!